Nicolaes Berchem, Südliche Landschaft mit Hirten an einer Furt

Nicolaes Pietersz. Berchem,
getauft am 1.Oktober 1620 in Haarlem, beerdigt am 18. Februar 1683 in Amsterdam ist einer der bekanntesten Vertreter in der niederländischen Landschaftsmalerei des 17.Jahrhunderts.

Als Sohn des Haarlemer Stilllebenmalers Pieter Claes wurde dieser frühzeitig von seinem Vater in die Anfangsgründe der Malerei eingeführt. Dem Vater, der viel Wert auf die Ausbildung seines Sohnes legte, gab ihn bald darauf in die Hände anderer Maler. Zu diesen gehören unter anderem der Landschaftsmaler Jan van Goyen (1592 – 1656), der Portrait-, Historien- und Landschaftsmaler Claes Cornelisz. Moeyaert (1600 – 1652), sowie sein späterer Schwiegervater, der Landschaftsmaler Jan Wils (1600 – 1666).

Im Juni 1642 tritt Nicolaes Berchem der Haarlemer Lukasgilde bei, einer Malerzunft. Vier Jahre später heiratet der Künstler Catrijne Claesdr. de Groot in Haarlem. Als diese verstarb heiratet er bald darauf als Witwer die Tochter des Jan Wils, einer seiner ehemaligen Ausbilder.

Eine unbekannte Periode von 1646 bis 1656 hinterlässt Rätsel über seine Tätigkeit und Aufenthaltsorte zu dieser Zeit. Gemutmaßt wird, dass der Maler während dieser 10 Jahre einige, der damals üblichen Bildungsreisen nach Italien unternahm. Diese Reisen hinterließen einen starken Einfluss auf den Maler, da Berchem vor allem auf Grund seiner oft italienisch geprägten, malerischen Landschaften mit Hirten und Vieh bekannt ist. Diese bildeten bis ca. 1680 einen thematischen Schwerpunkt, jedoch schuf der vielfältig begabte Künstler auch Winterlandschaften, religiöse und mythologische Darstellungen, Allegorien, Jagdszenen und auch Genrestücke.
1683 starb Nicolaes Berchem in Amsterdam, in das er im Jahr 1660 vorläufig und 1677 endgültig umgesiedelt war.